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Teckbote 15.01.2011

„Keine Lizenz zum Gelddrucken“

(Siehe auch besserer Artikel in der NTZ hier)

Energie aus der Region für die Region: Das ist die Idee der „Initiative Teckwerk“. Ziel ist es, mit den Kommunen rund um die Teck ein Regionalwerk zu gründen. Das Interesse an einer Infoveranstaltung in der DEULA hielt sich indes in Grenzen: Alle Bürgermeister blieben fern.

[Anmerkung energieteam: es waren über 30 Interessenten anwesend, vor allem Gemeinderäte, für die Bürgermeister hatten wir bereits letztes Jahr eine Infoveranstaltung]

Antje Dörr

Kirchheim. Das Thema Stadtwerke ist derzeit in aller Munde. Überall in Deutschland kaufen Städte und Gemeinden die Stromnetze zurück und leiten damit die Rekommunalisierung ihrer Energieversorgung ein. Möglich ist das, weil vielerorts die Konzessionsverträge für die Stromnetze auslaufen. Gemeinden können sich somit entscheiden, die Netze nicht länger an einen großen Energieversorger zu verpachten, sondern sie selbst zu betreiben.

„Das Auslaufen der Konzessionsverträge bietet eine historische Chance, die Energieversorgung in der Region neu zu organisieren“, sagte Felix Denzinger von der „Initiative Teckwerk“ bei einer Infoveranstaltung in der DEULA. Eingeladen waren Bürgermeister und Gemeinderäte aus den Kommunen rund um die Teck. Allerdings ließen sich nur wenige Gemeinderäte blicken. Die Bürgermeister blieben der Veranstaltung geschlossen fern.

Das Projekt Teckwerke sieht die Gründung eines Regionalwerks unter Beteiligung der Kommunen und der Bürger vor. „Aus der Region für die Region“, unter diesem Motto wollen Felix Denzinger und seine Mitstreiter erreichen, dass sich die Bürger mit dem kommunalen Energieversorger identifizieren. Das Regionalwerk soll nicht privatwirtschaftlich, sondern genossenschaftlich organisiert werden und langfris

­tig alle Sparten vom Stromvertrieb über die Energieerzeugung und den Energiehandel übernehmen. Zunächst müsse aber abgewartet werden, welche Kommunen sich überhaupt beteiligen wollten, so Denzinger. Die Stadt Kirchheim warte momentan noch auf ein Gutachten, das auch die Option Teckwerke prüfe. Außerdem solle die Projektgruppe um Gemeinderäte aus dem Umland erweitert werden.

Torsten Schwarz, Geschäftsführer von Kommunalpartner, einem Unternehmen, das Stadtwerke gründet und Kommunen beim Aufbau berät, informierte anschließend darüber, welche Aufgaben konkret auf die Kommunen zukommen würden, sollten sie sich für die Rekommunalisierung entscheiden. Seiner Erfahrung nach sollten Stadt- oder Regionalwerke so breit wie möglich aufgestellt werden. „Der Netzbetrieb allein ist nicht so sexy“. Der Betrieb des Stromnetzes sei zwar die Grundlage für die energiewirtschaftliche Betätigung, binde jedoch am meis­ten Kapital und bringe am wenigsten Rendite. Interessant sei die ganze Palette, vom Vertrieb bis zur Erzeugung.

Torsten Schwarz hat die Erfahrung gemacht, dass ein Stadtwerk, das Netzbetreiber ist, mehr Kunden bekommt. „Wenn beides in einer Hand ist, fühlen sich die Kunden sicherer und vertrauen eher darauf, dass nicht plötzlich die Lichter ausgehen.“ Um Menschen zum Stromanbieterwechsel zu bewegen, sei außerdem eine eigene Marke nötig. Dafür brauche es Emotionen, auch wenn Strom an sich ja recht emotionslos sei. Bei einem regionalen Anbieter seien die Chancen gut, dass man das Produkt emotional aufladen könne.

Bei einem Stadtwerk seien Gewinne erst nach zwei bis vier Jahren zu erwarten, die Rendite betrage in der Regel fünf bis zehn Prozent. „Das kann auch mal null sein“. Ein Stadtwerk sei schließlich keine Lizenz zum Gelddrucken, sondern eine langfris­tige Investition. Ein Sahnehäubchen für Kommunen ist dagegen der sogenannte steuerliche Querverbund: Gemeinden können Dauerverlustbetriebe wie Schwimmbäder oder Parkhäuser miteinbringen und damit ihre Steuerlast reduzieren.

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