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Teckbote 26.04.2009

Die Stadt brummt vor Energie

Energie und Klimaschutz waren am Wochenende zwei der beherrschenden Themen in Kirchheim. Wie nutzt man die knapper werdenden Ressourcen bestmöglich, wo kann man Energie sparen, welche Fördertöpfe unterstützen Bauherren und Hausbesitzer beim Investieren in umweltfreundliche Technik? Die 4. Auflage der Energie-Tour gab dazu im und ums Rathaus und an verschiedenen Orten in der Stadt reichlich Informationen, Anregungen und Antworten.

MICHAEL KRAFT

Kirchheim. Sportlich gab sich Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, als sie die Energie-Tour 2009 am Samstagmorgen vor dem Rathaus eröffnete: „Kirchheim ist in der Solar-Bundesliga auf einem vorderen Platz. Und wir sind sehr, sehr ehrgeizig”, sprach die Rathaus-Chefin und zollte der AG Energie als jüngster Gruppe in der zehn Jahre alten Geschichte der Lokalen Agenda in Kirchheim ein dickes Lob.

Deren Sprecher Andreas Kiefer freute sich, öffentlichkeitswirksam präsentieren zu können, was die AG Energie auf die Beine stellt. Rund 25 Fachleute verschiedener Branchen und engagierte Bürger arbeiten dort gemeinsam an dem Ziel, die Stadt in Sachen vernünftigem Umgang mit Energie voranzubringen. „Wir sind fachlich gut aufgestellt”, befand Kiefer und lud die zahlreichen Interessierten ein, die vielfältigen Angebote zu nutzen, sich zu informieren und beraten zu lassen.

Möglichkeiten dazu bot die Energie-Tour reichlich, und so waren die Infostände rund ums Rathaus schnell umringt von Bürgern, die erfahren wollten, wie Sonnenwärme zur Energiegewinnung genutzt werden kann, wie man mit Holzpellets heizt oder wie energiesparende Bauweisen der Zukunft aussehen. Dazu warteten Informationen über die klimaschonende Sanierung von Altbauten oder über Ökostrom auf interessierte Besucher der Energie-Tour.

Wer‘s in der Theorie noch detaillierter wissen wollte, der war bei den Fachvorträgen im Rathaus an der richtigen Adresse. Wie die Kraft der Sonne in warmes Wasser zum Duschen oder Heizen verwandelt werden kann, stellte Bernd Söllner vor. Solarthermie ist in Söllners Augen energetisch und wirtschaftlich sinnvoll, die Technik sei bewährt und ausgereift.

Über etliche ganz aktuelle Änderungen in den Förderprogrammen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden informierte Harald Rothfuß. Gefördert wird diese Sanierung unter anderem vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Landeskreditbank (L-Bank). Unterschieden wird dabei, ob die Förderungen vor dem Beginn der eigentlichen Maßnahme greifen, also etwa als Zuschuss für eine Energieberatung, oder ob sie erst bei der eigentlichen Sanierung der Gebäudehülle oder der Anlagentechnik gewährt werden können.

Die Chancen der „Geothermie”, der Nutzung der oberflächennahen Erdwärme, stellte Andreas Kiefer vor. Im Kreis Esslingen wird sie in einer Bohrtiefe bis 140 Meter nutzbar gemacht. Geothermie eignet sich nicht nur zum Heizen, sondern im Sommer auch zum Kühlen eines Gebäudes. Sinnvoll eingesetzt wird sie bei Niedertemperatursystemen in modernen Heizanlagen.

Für den Einsatz von Fotovoltaik (PV) zur Stromerzeugung warb Felix Denzinger (energieteam süd gmbh). Wichtig sei, vorab durch einen Fachbetrieb exakt planen zu lassen, jegliche Verschattung auszuschließen und auf die Qualität der einzelnen Komponenten Wert zu legen, da sie mindestens 20 Jahre halten sollen. Günstige Modulpreise und niedrige Zinsen eröffneten derzeit günstige Möglichkeiten zum Einsatz von Fotovoltaik.

Energieberater Gerd Kicherer nahm seine Zuhörer abschließend mit auf den Paragrafenweg durch das baden-württembergische Wärmegesetz. Er informierte darüber, was bei der Sanierung von Altbauten beachtet werden muss.

Von der Theorie der Vorträge in die handfeste Praxis ging es am Nachmittag bei den Hausmessen mehrerer Kirchheimer Handwerksbetriebe. Die Firma Gräßle präsentierte, wie sich mittels moderner Fenster, Rollläden und Sonnenschutz Energie sparsamer einsetzen lässt. Der Stuckateurbetrieb Fritz Haußmann zeigte dazu, was in punkto Wärmedämmung und energiesparender Fassadengestaltung möglich ist. Bei der Firma Heizungsbau Bezler in Jesingen konnten Besucher viel über Wärmepumpen, das Heizen mit Holz oder Sonnenenergie erfahren. In Nabern demonstrierte die Firma Russ Möglichkeiten, mit Sonnenenergie oder Holz zu heizen.

Die Energie-Tour war bei weitem nicht die einzige Chance, sich umfassend zu informieren und beraten zu lassen: Mit der Lokalen Agenda 21 in Zusammenarbeit mit der Landes-Architektenkammer und der Energieagentur des Landkreises Esslingen bietet die Stadt allen Ratsuchenden die Möglichkeit, sich professionell, neutral und kostenlos beraten zu lassen. An zwei Donnerstagen im Monat beantworten Fachleute Fragen. Anmelden kann man sich dazu beim Planungsamt der Stadt Kirchheim, Telefon 0 70 21/5 02-4 38.

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